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Anfallende Wartungen und evtl. Reperaturen an meiner Maschine erledige ich selbst.

29.04.2021

Heute wollte ich eine kleine Tour mit meiner Guzzi machen, kam aber nur einen Km weit. 

Die Kupplung rutscht durch. Also wieder zurück in die Garage.

Die Antriebseinheit von Außen begutachtet, ob da irgend wo Öl aus der Kupplungsglocke tropft, Das wäre ein Hinweis, dass irgend ein Dichtungsring am Motor oder am Getriebe undicht gewesen wäre.

Aber ich konnte nichts fest stellen.

Es nutzte alles grübeln nicht, das Motorrad musste Auseinander genommen werden um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Ich begann mit dem Ausbau von Hinterrad und Hinterrad-Schwinge.

Der komplette Auspuff musste runter. Egal was da in der Kupplung los war, ich brauchte Ersatz dafür. Ich habe mich bei einer örtlichen  Vertragswerkstatt erkundigt, was eine Reparatur der Kupplung denn kosten würde. Die Aufgerufenen min. 1200€ waren mir doch zu viel und die Werkstatt ist über 100 km weit weg. Wie sollte ich die Maschine, mangels Transportmöglichkeit, dort hin bringen.

Die Alternative war, selbst schrauben.

Die erforderlichen Teile habe ich geordert.

Ich fing also an mit der Strip-Aktion.

Auf der Hebebühne stand die Maschine gut gesichert.

Die Endrohre vom Auspuff wurden entfernt und die Fußrastenträger hinten wurden ab geschraubt.

Der Rad-Ausbau war noch die einfachste Geschichte.

Bei der Schwinge war es schon etwas schwieriger. Dazu musste der Bremssattel und das Regelventil der Integral-Bremse ausgebaut werden.

Die Stoßdämpfer müssen von der Schwinge gelöst werden.

Die Schwingen-Lagerbolzen müssen raus. Nachdem die Kontermuttern der Bolzen gelöst waren, habe ich den Abstand der Schwingen-Lagerbolzen zum Rahmen gemessen und notiert, damit beim Zusammenbau die Schwinge wieder an ihrem richtigen Platz sitzt. Nachdem die Bolzen entfernt waren und der Faltenbalg zwischen Getriebe und Schwinge gelöst war konnte ich die Schwinge nach hinten heraus ziehen.

Der Blick auf die Getriebe-Rückseite war frei.

Nun war die vorderen Auspuff-Teile dran. Das war keine große Sache.

Danach musste der Tank und der Luftfilterkasten abgenommen werden.  Die Verschraubung der Batterie-Grundplatte und die Verschraubung des Rahmens mit dem Getriebe musste gelöst werden. Die Verschraubung auf der linken Seite der Batterie-Grundplatte war nicht so leicht zu lösen. Die Benzinpumpe sitzt direkt über einer Schraube. 

Alle Verbindungen zwischen Motor und Rahmen müssen gelöst werden. Der Kupplungszug muss weg . Die Gaszüge müssen ab.

Elektrische Verbindungen zu Sensoren und die Motor- und Getriebe-Entlüftungen müssen getrennt werden. Öl-Rücklaufleitungen müssen ab.

Nun konnte der Rahmen, über den Motor, nach vorne weg gehoben werden. Dazu braucht man entweder einen Kran oder eine zweite Person.

Ein guter Freund von mir hat dabei geholfen.

Nun war die Antriebseinheit alleine und das Getriebe konnte vom Motor getrennt werden.

Die Kupplung war trocken, kein Öl in der Kupplungsglocke, bis auf einen leichten Ölnebel, der aber von der Motor-Entlüftungsleitung stammt. Also keine Undichten Dichtungsringe. 

Den Schaden der Kupplung konnte man gleich erkennen.

Eine Reibscheibe der Kupplung hatte sich zerlegt. Dadurch griff nur noch eine Reibscheibe der Doppelscheiben-Kupplung. Das reichte zwar um wieder nach haus zu kommen, aber für mehr auch nicht.



Teil-Zerlegte Maschine auf der Hebebühne.
Auspuff-Endrohre, Hinterrad und Schwinge sind weg.
Motor und Getriebe sind unterstützt. Den rahmen habe ich zusätzlich abgestützt.

Nachdem das Getriebe vom Motor getrennt war, zeigte sich dieses Bild. Eine Reibscheibe hatte sich zerlegt.
Die Kupplung im Innern war Furtz-Trocken.

Blick von hinten auf das Getriebe und die Getriebe-Ausgangswelle.
Der mittlere Teil hatte sich hinter den Getriebe-Mitnehmer geschoben.
Zum Glück ist da nichts weiter passiert.

Der Ölnebel kommt von der Kurbelgehäuse-Entlüftung.

Das ist die Zerlegte Reibscheibe.
Die Rissen in den Stegen sind sehr deutlich zu sehen. 
Das konnte nicht von jetzt auf gleich passieren. Das hat sich langsam entwickelt.

Bei der Demontage des Rahmens vom Motorblock, hat mir ein guter Freund geholfen.

05.05.2021

Bei der Demontage ist leider ein Missgeschick passiert.

Die Betätigungsstangen für die Drosselklappen bestanden aus Kunststoff.

Diese sind zerbrochen. Ich hab dann welche aus Messing gefertigt.

Insgesamt wurden 4 Buchsen gedreht und zwei Zwischenstangen.

Die Buchsen wurden für die Stange angebohrt. Zum Verlöten habe ich mir eine Lötvorrichtung gebaut. Damit die Buchsen Fluchten und der Abstand beider Stangen gleich wird.
Die Verbindungsstangen wurden aus dünnwandigem Messingrohr gefertigt.

Alle Teile habe ich mit Lotpaste bestrichen und weich verlötet.

Das Endergebnis kann sich sehen lassen.