Moto Guzzi California 1100 EV Touring.

Dampfmodellbau   Duplex Dampfpumpe

 

Gartenbahnlok "GUSTAVSBURG"

Bosch Combi Drehmaschine.

Universal Schleifmaschine "Bonelle"

Dampfpumpe

Graviermaschine "Scripta SM"

30.01.2020

Auf meiner Wunschliste stand schon seit Jahren eine Graviermaschine.

Ich konnte bei einer Kleinanzeigen-Plattform eine gut erhaltene Maschine erwerben.

Dabei waren zwei Kisten mit Graviervorlagen.

Die Maschine habe ich zunächst komplett zerlegt und gereinigt.

Zur Demontage des Motorträgers benötigt man einen Spezialschlüssel für die dort verbaute Nutmutter. Ich habe mir diesen angefertigt.

Bei der Maschine war lediglich ein Stichelmitnehmer. Weitere Mitnehmer habe ich auch noch angefertigt. Diese Mitnehmer haben ein Aufnahmegewinde M6x0,75 links. Dieses Gewinde habe ich auf der Drehmaschine mit der Leitspindel geschnitten.

Bei der Montage ist mir ein Missgeschick passiert. Der Kopierarm wird mit zwei kleinen M4 Madenschrauben auf seiner Achse fixiert. Beim Anziehen dieser Schrauben sind die Aufnahmeaugen auseinander gebrochen. Zu guter Letzt ist mir der Arm auf den Fliesenboden gefallen und in drei Teile zerbrochen. ( schlechter Alu Guss ).

Ich musste den Arm neu anfertigen.

 

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Hier gereinigt und der neue Kopierarm ist auch schon dran.
Er muss noch verspachtelt und lackiert werden.
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Der Arm wurde aus zwei Teilen zusammengebaut und bei der Verschraubung mit "C-B Weld" verklebt und verspachtelt.
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Der Arm geschliffen und grundiert.
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Der Arm hat seine endgültige Farbe bekommen. Kupfer Hammerschlag-Lack von "Hammerite"
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Spezialschlüssel für die Nutmutter vom Motorträger.
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Stichel-Mitnehmer, links Original; rechts Nachbau. Mit M6x0,75 links - Gewinde.

 

 

Die Scripta Graviermaschine hat ja eine Aufnahme für 4mm Stichel.

Damit ich etwas universeller bei der Stichelauswahl bin, hab ich mir eine neue Graviereinheit gebaut. Es sollen Spannzangen von Proxxon zum Einsatz kommen.

Erst einmal war das Gehäuse dran. Es wurde nach den Maßen der originalen Fräseinheit aus Alu gefertigt.

Die Lager haben die Abmessung 9 x 17 x 5mm (Innen-,Außendurchmesser, Höhe).

Sie wurden auf meiner Hydraulikpresse eingesetzt.

Die Spindel wurde aus 115CrV3 gefertigt. Das Gewinde für die Überwurfmutter von Proxxon wurde auf der Drehmaschine geschnitten und der winzige Rest mit einem passenden Schneideisen fertig gestellt.
Am oberen Ende wurde, wie beim Original ein Linksgewinde M6x0,75 eingeschnitten.

Für die Proxxon Spannzangen kann ich den Tiefenbegrenzer nicht nutzen, habe jedoch auch das Gewinde für einen Tiefenbegrenzer gefertigt.

Ich habe dafür einen neuen Tiefenbegrenzer gefertigt, der auf die Spannzangenaufnahme von Proxxon abgestimmt ist.

Mit dieser Fräseinheit ist es möglich normale Fräser bis 3,2 mm, sowie auch die Stichel von Gravograph zu verwenden. Die sind besser zu bekommen, haben allerdings nur einen Durchmesser von 1/8" (3,175mm).

 

01.02.2020

Heute habe ich die Spindel gefertigt.

Von einem 12mm Stab 115 CrV3 habe ich ein Stück abgesägt und in der Spannzange geplant und auf beiden Seiten zentriert.

Der Sitz für die Kugellager wurde auf 9mm gedreht und die Spindel zwischen den beiden Kugellagersitzen etwas nachgesetzt. Die Spindel wurde von der Oberseite mit 4mm 70mm tief aufgebohrt und die Kernbohrung für das Gewinde M6x0,75 links nachgebohrt. Das Gewinde habe ich mit einem passenden Gewindeschneider gefertigt.

Die Spindel wurde in einer Spannzange umgespannt und die Spannzangenaufnahme für die Proxxon-Spannzangen angefertigt. Es wurde ein kurzer Innenkegel von 30° angedreht. Das entspricht dem Kegel der Spannzange.

Das Gewinde für die Überwurfmutter M8x0,75 wurde auf der Drehmaschine mit der Leitspindel vorgeschnitten. Den letzten Span habe ich mit einem passenden Schneideisen nachgeschnitten. Das Material neigt beim Gewindeschneiden mit Schneideisen an den Spitzen zum Auszubrechen. Durch das Vorschneiden auf der Drehmaschine wird das umgangen.

Bei der Montage wurden noch drei Tellerfedern verbaut und mit einem Sicherungsring gesichert.

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Spannzangenaufnahme für Proxxon-Spannzangen.
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Tellerfedern mit Sicherungsring und Aufnahme der Antriebscheibe.

03.02.2020

Heute habe ich die Riemenscheibe und die Spannplatte gefertigt und die ersten Fräsversuche mit der neuen Fräseinheit gemacht. Mit kleinen Rosenfräsern vom Zahnarzt habe ich die Versuche gestartet.

Zunächst mit einem Fräser mit 1,8mm Kugelkopf-Durchmesser.

Im Anschluss mit einem Fräser mit 1,1mm Durchmesser.

 

 

Mit dem kleineren Fräser schaut die Schrift wesentlich besser aus.

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). 1,8mm Fräser-Durchmesser, Frästiefe 0,5mm. Schrifthöhe 5mm.
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). 1,1mm Fräser-Durchmesser, 0,3mm Frästiefe, Schrifthöhe 5mm.

 

 

04.02.2020

Jeden Tag wird eine Kleinigkeit an der Graviermaschine gefertigt. So verbringe ich nicht zu viele Stunden am Stück im Keller und habe immer etwas zu tun.

Heute war die Knebelschraube dran.

Den Knebel habe ich aus einem Reststück Aluminium gefertigt und im Anschluss wurde ein M6 Gewindebolzen mit "Loctide 638" eingeklebt und an der Außenseite überdreht.

Der Knebel wurde grundiert und schwarz lackiert.

Das hat mich, mit allem drum und dran, eine gute Stunde beschäftigt. 

 

 

07.02.2020

Der Tiefenbegrenzer für die neue Fräseinheit ist auch fertig. Dazu kam eine neue Feststellzunge aus Federstahl.

Vom Aufrollmechanismus eines defekten Rollladengurtes habe ich ein Stück der Wickelfeder abgeschnitten und ausgeglüht. Im Anschluss wurde das Teil gebogen und geschliffen. Die zwei Bohrungen wurden mit einem VHM-Fräser gefertigt.

Die Feststellzunge habe ich im Anschluss nicht wieder gehärtet, da ich den Härte- und Anlassvorgang für dieses kleine Teil mit meinen Mitteln nicht kontrollieren kann.

Der Tiefenbegrenzer besteht, wie das Originalteil, aus drei Teilen. Grundkörper und Überwurfmutter habe ich aus Stahl gefertigt. Der eigentliche Begrenzer-Einsatz besteht aus Bronze und ist austauschbar.

Die Gewinde M22 x 1 an Grundkörper und Überwurfmutter wurden mit der Leitspindel auf der Drehmaschine geschnitten.

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Feststellzunge aus Federstahl.
Deutlich ist die Spannzange, die Überwurfmutter sowie der kleine Kugelfräser (Rosenbohrer) zu erkennen.
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Fräseinheit komplett.
Auf der Mantelfläche fehlt noch die Graduierung.